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Schlehe

Prunus spinosa | Wuchshöhe 1 bis 3 m. Bevorzugt mäßig trockene bis frische Bedingungen. Sie gedeiht bis in Höhen von 1.400 m.
Prunus spinosa Lacon

Hier findet man das Gehölz

Die Schlehe wächst in Hecken, auf Böschungen und an Waldrändern, wobei sie sowohl nährstoffarme als auch nährstoffreiche Standorte besiedelt und mäßig trockene bis frische Bedingungen bevorzugt. Sie kommt mit bodensaurem und auch mit basischem Untergrund zurecht und gedeiht in begünstigten Lagen bis in Höhen von 1.400 m. Eines ist ihr jedoch wichtig: ausreichend Licht!

So erkennt man das Gehölz

Im Winter:

  • Zugespitzte Triebspitzen (Dornen) dienen der Verteidigung
  • Sehr kleine Knospen (ca. die Größe eines Stecknadelkopfes)
  • Wuchshöhe 1 bis 3 m

In der Vegetationsperiode:

  • Blüht vor dem Laubaustrieb
  • Weiße, dicht stehende Einzelblüten mit gelben oder roten Staubbeuteln
  • Kugelige, dunkelblaue, bereifte Früchte, Durchmesser 1 bis 2 cm

Wer steht drauf?

Viele Insekten nutzen das reiche Blütenangebot, darunter Hummeln, Schmetterlinge und Käferarten. Drosselarten und verschiedene Säugetiere verspeisen gerne die Früchte und sorgen somit für die Verbreitung der Samen. Aber auch die Dornen der Schlehe haben einen Fan. Der Neuntöter,ein Singvogel mit „Zorromaske“, spießt seine Beute bei Nahrungsüberfluss gerne auf die Triebspitzen. In schlechteren Zeiten holt er sich die Insekten wieder „vom Spieß“ ab.

Wofür taugt das Gehölz?

  • In der Küche zur Herstellung von Likör, Mus, Sirup oder Schlehenwein
  • Durch die flachen Wurzelschösslinge gute Eignung zur Sicherung des Oberbodens

Besonderes

Alles Wurzelbrut

Oft geht man viele Schritte lang an einem Schlehengebüsch vorbei. Dabei hat man es meistens auch nach etlichen Metern mit ein und derselben Pflanze zu tun. Die Schlehe treibt nämlich gerne aus dem waagrecht streichenden Wurzelsystem Sprosse, die zu kleinen Stämmchen auswachsen. Mit dieser Fähigkeit macht die Pflanze ordentlich Meter und treibt auch nach Rückschnitt kräftig nach.

Schmetterlingsmagnet

Wenn die Schlehe im Erstfrühling blüht, ist es oft noch zu kalt für unsere Honigbienen. Dann übernehmen unsere heimischen Hummeln die Bestäubung und sorgen für Schlehen-Nachkommenschaft. Da die Schlehenblüte neben Pollen auch Nektar bietet, zieht sie auch viele saugende Schmetterlinge an, die sehr zeitig im Jahr unterwegs sind. Dazu zählen z.B. Tagpfauenauge, Landkärtchen, Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs. Insgesamt wurden über 113 Schmetterlingsarten auf Blüten und Blättern der Schlehen festgestellt. Damit stellt sie sogar die vielgelobte Schmetterlings-Pflanze Brennnessel in den Schatten!

 

Die Schlehe in den 10 Jahreszeiten

Option A Bild
Knospenaufbruch/Austrieb
Erst grüne Spitzen werden an den Blattknospen sichtbar
Option B Bild
Blattentfaltung
Erste Blätter sind voll entfaltet und haben ihre endgültige Form aber noch nicht die volle Größe erreicht
Option C Bild
Erste Blätter voll entwickelt
Erste Blätter sind an drei Stellen der Pflanze voll ausgewachsen
Option D Bild
Fast alle Blätter voll entwickelt
Fast alle Blätter haben ihre endgültige Größe erreicht
Option E Bild
Blühbeginn
An drei verschiedenen Stellen der Pflanze sind die Blüten vollständig geöffnet
Option F Bild
25% aufgeblüht
Ein Viertel aller Blüten sind aufgeblüht
Option G Bild
allgemeine Blüte >50%
Mehr als die Hälfte aller Blüten ist aufgeblüht
Option H Bild
50% abgeblüht
Die Hälfte aller Blüten ist verblüht
Option I Bild
95% abgeblüht
Fast alle Blüten sind verblüht
Option J Bild
erste junge Früchte sichtbar
Erste noch unreife Früchte sind in ihrer vollen Größe sichtbar
Option K Bild
Beginn Fruchtreife
Die ersten Früchte sind blauschwarz gefärbt und reif
Option L Bild
allgemeine Fruchtreife >50%
Mindestens die Hälfte aller Früchte ist reif
Option M Bild
keine unreifen Früchte mehr vorhanden
Alle Früchte haben das Stadium der Reife erreicht oder überschritten
Option N Bild
Früchte vollständig abgefallen
Alle reifen Früchte sind von der Pflanze gefallen
Option O Bild
Beginn der Blattfärbung
Erste Blätter verfärben sich
Option P Bild
Blattfärbung >50%
Mehr als die Hälfte aller Blätter sind verfärbt
Option Q Bild
Beginn des Blattfalls
Erste Blätter fallen zu Boden
Option R Bild
>50% bereits abgefallen
Die Hälfte aller Blätter sind abgefallen
Option S Bild
Entlaubt
Die Pflanze ist vollständig entlaubt