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Schwarzer Holunder

Sambucus nigra | Ist ein Stickstoffzeiger und fühlt sich auf frischen bis feuchten Standorten am wohlsten. Er fehlt auf fast keinem Bauernhof.
Schwarzer Holunder Lacon

Hier findet man das Gehölz

Der Schwarze Holunder ist ein Stickstoffzeiger und fühlt sich auf frischen bis feuchten Standorten am wohlsten. Er ist sehr häufig und gedeiht in Auwäldern, lichten Laubwäldern, an Waldrändern und Gebüschen. Weil er seit jeher kultiviert und vielseitig genutzt wird, fehlt der anspruchslose Kulturfolger auf fast keinem Bauernhof.

So erkennt man das Gehölz

Im Winter:

  • Paarig angeordnete, längliche Knospen, aus denen auch im Winter schon die Spitzen der Jungblätter herausschauen
  • Oft treiben die jungen Blätter schon im Winter aus
  • Markhaltige Äste
  • Rinde der jungen Triebe hat auffällige Korkwarzen, sogenannte Lentizellen
  • Höhe bis zu 7 m, Wuchsform meist strauchförmig, man kann ihn aber auch als Baum ziehen

In der Vegetationsperiode:

  • Streng riechende Laubblätter bestehen meist aus 5 Teilblättchen
  • Weiße, 5-zählige Einzelblüten in flachem Schirm angeordnet, angenehm riechend
  • Schwarze Früchte, bei Reife hängend

Doppelgänger:

Neben dem Schwarzen kommt bei uns auch der Rote Holunder vor, oft z.B. auf Waldschlägen. Diesen kann man dank der runden Winterknospen, der gelben Blüten, der roten Früchte und des braunroten Markes der Äste leicht vom Schwarzen Holler unterscheiden.

Wer steht drauf?

Die Blüten werden von Fliegen und anderen Hautflüglern bestäubt, die Früchte sind bei zahlreichen Vogelarten beliebt.

Wofür taugt das Gehölz?

  • Hollerblüten lassen sich zu Sirup verarbeiten oder gebacken genießen
  • Tees aus Holunderblüten werden gegen Grippe verwendet
  • Früchte eignen sich für Hollerröster, Marmeladen, Säfte und vieles mehr

Besonderes

Wann beginn endlich der Sommer?

Der kalendarische Sommerbeginn orientiert sich an der Sommersonnwende, die am 21. Juni stattfindet. Die Meteorologinnen und Meteorologen sind da etwas früher dran und datieren den Beginn der warmen Jahreszeit mit dem 1. Juni. Die Naturbeobachterin und der Naturbeobachter hingegen will sich auf kein fixes Datum festlegen, schließlich sind Wetter und Naturentwicklung jedes Jahr anders. Vielmehr achtet er genau auf die Blüte des Schwarzen Hollers, denn diese läutet im Naturkalender traditionell den Frühsommer ein.

Gummibärli und Co.

Der Schwarze Holunder ist nicht nur in den privaten Küchen beliebt, auch die Lebensmittelindustrie hat ihn für sich entdeckt. In Österreich wird inzwischen auf einer Fläche von 1.500 Hektar Schwarzer Holunder angebaut, der Großteil in der Steiermark – hier soll es das größte Holleranbaugebiet der Welt geben. Aus den Früchten, den „Hollerbeeren“, wird neben Marmeladen und Fruchtsäften vor allem natürliche Lebensmittelfarbe hergestellt. Diese verleiht Joghurts, Fruchtsäften, Gummibärlis oder Speiseeis eine intensiv dunkelviolette Farbe.

 

Der Schwarze Holunder in den 10 Jahreszeiten

Option A Bild
Knospenaufbruch/Austrieb
Erst grüne Spitzen werden an den Blattknospen sichtbar
Option B Bild
Blattentfaltung
Erste Blätter sind voll entfaltet und haben ihre endgültige Form aber noch nicht die volle Größe erreicht
Option C Bild
Erste Blätter voll entwickelt
Erste Blätter sind an drei Stellen der Pflanze voll ausgewachsen
Option D Bild
Fast alle Blätter voll entwickelt
Fast alle Blätter haben ihre endgültige Größe erreicht
Option E Bild
Blühbeginn
Die ersten Einzelblüten an mindestens drei verschiedenen Trugdolden öffnen sich und die Staubbeutel sind sichtbar
Option F Bild
25% aufgeblüht
Ein Viertel aller Blüten sind aufgeblüht
Option G Bild
allgemeine Blüte >50%
Mehr als die Hälfte aller Blüten ist aufgeblüht
Option H Bild
50% abgeblüht
Die Hälfte aller Blüten ist verblüht
Option I Bild
95% abgeblüht
Fast alle Blüten sind verblüht
Option J Bild
erste junge Früchte sichtbar
Erste noch unreife Früchte sind in ihrer vollen Größe sichtbar
Option K Bild
Beginn Fruchtreife
Alle Früchte der am weitesten entwickelten Trugdolde sind endgültig blauschwarz geworden
Option L Bild
allgemeine Fruchtreife >50%
Mindestens die Hälfte aller Früchte ist reif
Option M Bild
keine unreifen Früchte mehr vorhanden
Alle Früchte haben das Stadium der Reife erreicht oder überschritten
Option N Bild
Früchte vollständig abgefallen
Alle reifen Früchte sind von der Pflanze gefallen
Option O Bild
Beginn der Blattfärbung
Erste Blätter verfärben sich
Option P Bild
Blattfärbung >50%
Mehr als die Hälfte aller Blätter sind verfärbt
Option Q Bild
Beginn des Blattfalls
Erste Blätter fallen zu Boden
Option R Bild
>50% bereits abgefallen
Die Hälfte aller Blätter sind abgefallen
Option S Bild
Entlaubt
Die Pflanze ist vollständig entlaubt