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Wolliger Schneeball

Viburnum lantana | 1 bis 4 m hoher buschiger Strauch. Mag Wärme, Kalk und Licht und besiedelt bevorzugt lichte Laubwälder und Wegränder.
Viburnum lantana CC: BY Hans | pixabay.com

Hier findet man das Gehölz

Der Wollige Schneeball mag Wärme, Kalk und Licht und besiedelt bevorzugt lichte Laubwälder (Eichenmischwälder und Föhrenwälder), Gebüsche und Wegränder. An Kalkstandorten gedeiht er auch in höheren Gebirgslagen bis hinauf zur oberen Laubwaldgrenze. Er ist im Mittelmeergebiet, in wärmebegünstigten Regionen Mitteleuropas, im Westen bis England und im Osten auf dem Balkan heimisch.

So erkennt man das Gehölz

Im Winter:

  • Gelbgraufilzig behaarte, gegenständige Knospen
  • Rinde in jungem Zustand braun und rau, später graubraun und längsrissig mit Korkporen
  • 1 bis 4 m hoher buschiger Strauch

In der Vegetationsperiode:

  • Blütenstände = dichte, cremeweiße, endständige Trugdolden mit einem Durchmesser von 5 bis 10 cm
  • Blätter oval, dicklich und fühlen sich rau an (graufilzig behaarte Unterseite)
  • Meist mehrfärbige Fruchtstände (grüne, rote und schwarze Beeren zeitgleich an einer Dolde)
  • Herbstaspekt rot

Wer steht drauf?

Schwebfliegen, Zweiflügler und Käfer werden von den stark und etwas unangenehm duftenden Blüten angelockt und sorgen für die Bestäubung. Der Geruch entsteht durch den Inhaltsstoff Methylamin, der z.B. auch in den Blüten von Weißdorn, Birne oder Eberesche enthalten ist. Die Früchte sind eine beliebte Nahrung für viele Vogelarten.

Wofür taugt das Gehölz?

  • Wird wegen seiner Blütenpracht gerne als Zierstrauch verwendet

Besonderes

Wintersteher

Die Früchte des Wolligen Schneeballs sind „Wintersteher“, das heißt, sie hängen im Winter oft noch getrocknet an den Zweigen und sind in der kalten Jahreszeit eine wichtige Nahrung für die Vögel!

Schon Ötzi wusste ihn zu schätzen

Das Holz des Wolligen Schneeballs ist besonders elastisch und bruchfest. Die biegsamen Zweige wurden früher zum Flechten verwendet und finden auch heute noch Einsatz beim Bogenschießen. Für historisch Interessierte ein kurioses Detail: Bereits die bei der 5.300 Jahre alten Gletschermumie "Ötzi" gefundenen Pfeile waren aus dem Holz des Wolligen Schneeballs gefertigt.

 

Der Wollige Schneeball in den 10 Jahreszeiten

Option A Bild
Knospenaufbruch/Austrieb
Erst grüne Spitzen schieben sich aus den bahaarten Blatthüllen
Option B Bild
Blattentfaltung
Erste Blätter sind voll entfaltet und haben ihre endgültige Form aber noch nicht die volle Größe erreicht
Option C Bild
Erste Blätter voll entwickelt
Erste Blätter sind an drei Stellen der Pflanze voll ausgewachsen
Option D Bild
Fast alle Blätter voll entwickelt
Fast alle Blätter haben ihre endgültige Größe erreicht
Option E Bild
Blühbeginn
Die ersten Einzelblüten an mindestens drei verschiedenen Schirmrispen öffnen sich und die Staubbeutel sind sichtbar
Option F Bild
25% aufgeblüht
Ein Viertel aller Blüten sind aufgeblüht
Option G Bild
allgemeine Blüte >50%
Mehr als die Hälfte aller Blüten ist aufgeblüht
Option H Bild
50% abgeblüht
Die Hälfte aller Blüten ist verblüht
Option I Bild
95% abgeblüht
Fast alle Blüten sind verblüht
Option J Bild
erste junge Früchte sichtbar
Erste noch unreife Früchte sind in ihrer vollen Größe sichtbar
Option K Bild
Beginn Fruchtreife
Alle Früchte der am weitesten entwickelten Schirmrispe sind endgültig rot
Option L Bild
allgemeine Fruchtreife >50%
Mindestens die Hälfte aller Früchte ist reif
Option M Bild
keine unreifen Früchte mehr vorhanden
Alle Früchte haben das Stadium der Reife erreicht oder überschritten
Option N Bild
Früchte vollständig abgefallen
Alle reifen Früchte sind von der Pflanze gefallen
Option O Bild
Beginn der Blattfärbung
Erste Blätter verfärben sich
Option P Bild
Blattfärbung >50%
Mehr als die Hälfte aller Blätter sind verfärbt
Option Q Bild
Beginn des Blattfalls
Erste Blätter fallen zu Boden
Option R Bild
>50% bereits abgefallen
Die Hälfte aller Blätter sind abgefallen
Option S Bild
Entlaubt
Die Pflanze ist vollständig entlaubt