FarbVerrückt: Per App die Klimaforschung unterstützen und gewinnen - NaturVerrückt | FarbVerrückt

FarbVerrückt: Per App die Klimaforschung unterstützen und gewinnen

Aktion „Farbverrückt“: Per App Daten der Laubverfärbung sammeln und Teil einer großen Forschungs-Community werden. CC BY-NC 2.0 ZAMG

Mit einer kostenlosen App können demnächst alle Interessierten Fotos und Daten der Laubverfärbung an die ZAMG melden. Damit werden die Zusammenhänge zwischen Laubverfärbung und Klimafaktoren wie Temperatur, Sonnenschein und Niederschlag erforscht.

Auf Grund der Klimaänderung ist die Vegetationsperiode in Österreich in den letzten 30 Jahren um rund zwei Wochen länger geworden. Noch immer sind nicht alle Einflussfaktoren dafür geklärt.

Für Schulklassen gibt es mit der neuen App im Oktober 2015 einen Wettbewerb: Beim „Citizen Science Award" warten insgesamt EUR 3.000,- für die Klassenkassa.

Alle Infos dazu auf www.naturverrueckt.at/farbverrueckt .

Die Klimaerwärmung wirkt auch auf Pflanzen und Tiere. So beginnt in Österreich der Frühling mit den ersten Blüten und dem Beginn des Laubaustriebs um etwa sieben bis zehn Tage früher als vor 30 Jahren. Der Beginn der Verfärbung des Laubs im Herbst hat sich um einige Tage nach hinten verschoben. Insgesamt ist dadurch die Vegetationsperiode um bis zu Wochen länger geworden.

Buntes Herbstlaub: immer noch nicht alle Einflüsse geklärt

Wann es in der Natur Frühling wird, steuert hauptsächlich die Temperatur. Das ist gut erforscht und kann von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit Computermodellen gut simuliert werden. Die Modellierung der Herbstphasen ist immer noch eine Herausforderung. Hier spielen neben der Temperatur auch die Sonnenscheindauer und der Niederschlag eine Rolle. Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, benötigt die Forschung möglichst viele Beobachtungen von Sträuchern und Bäumen aus ganz Österreich. Die Aktion „FarbVerrückt" der ZAMG bietet jetzt allen Interessierten die Möglichkeit, die Forschung zu unterstützen. Schulklassen können dabei bares Geld für die Klassenkassa gewinnen.

Citizen Science: Bürger/innen forschen per App mit

Was ist zu tun: Das verfärbte Laub eines Strauches oder Baumes fotografieren und mit einer kostenlosen App die Gehölzart, Phase und Farbe eingeben. Die App ist ab Mitte September über die Website www.naturverrueckt.at erhältlich. Alle Daten werden auf der Website grafisch dargestellt und von der ZAMG ausgewertet. Unter anderem werden die Zusammenhänge mit meteorologischen Faktoren wie Temperatur, Sonnenschein und Niederschlag analysiert. Außerdem gehen die Beobachtungen in internationale Datenbanken ein. So unterstützt die Meldungen der Citizen Scientists (frei übersetzt: Bürgerwissenschaftler) die österreichische und die internationale Forschung.

Citizen Science Award: neu und für alle Schulen offen

Für Schulklassen gilt: Je mehr Meldungen von Bäumen oder Sträuchern geschickt werden, desto mehr Punkte gibt es. Die drei besten Klassen gewinnen Geld für die Klassenkassa (1.500,- / 1.000,- / 500,-). Der Wettbewerb zum „Citizen Science Award" läuft im gesamten Oktober 2015. Aber auch danach sind natürlich weiterhin alle Meldungen über die App willkommen und wichtig.

Der „Citizen Science Award" ist eine neue Initiative von Young Science, dem Zentrum für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schule, das vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft finanziert wird. Der Award öffnet diese Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen erstmals für alle Schülerinnen und Schüler.

Das Projekt NaturVerrückt läuft bis Oktober 2016.

Gelesen 916 mal| Letzte Änderung am Dienstag, 15 Dezember 2015 12:51